6.5.2026 – Die deutschen Lebensversicherer wiesen zum Jahresende 2025 eine höhere durchschnittliche Solvenzquote (SCR-Bedeckungsquote) auf als im Jahr zuvor: Sie stieg von 295 auf 374 Prozent. Das teilte der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V. (GDV) am Dienstag mit. Angaben dazu, ob Übergangsmaßnahmen berücksichtigt sind, machte der Verband nicht.
Ein wesentlicher Treiber des Anstiegs sei das höhere Zinsniveau, das sowohl die Kapitalanlageerträge als auch die Bewertung langfristiger Verpflichtungen der Lebensversicherer positiv begünstige.
Der GDV wertet die Ergebnisse als Beleg dafür, dass die deutschen Versicherer solide kapitalisiert sind und weiterhin über deutliche Sicherheitspuffer oberhalb der regulatorischen Anforderungen verfügen. Unabhängige Auswertungen, etwa die Solvency-II-Studie der Zielke Research Consult GmbH, zeigen jedoch regelmäßig deutliche Unterschiede zwischen den einzelnen Versicherern (VersicherungsJournal 17.12.2025).
Auch die Schaden- und Unfallversicherer präsentieren sich laut Verband weiterhin solide kapitalisiert. Die durchschnittliche SCR-Bedeckungsquote lag mit 272 Prozent zum Jahresende 2025 leicht über dem Vorjahreswert von 261 Prozent. Damit bleibe die Solvenzsituation in diesem Segment trotz steigender Schadenkosten und anhaltender Unsicherheiten stabil auf hohem Niveau, schlussfolgert der GDV.




