So lief das Geschäft 2025 mit Kapitallebensversicherungen

11.8.2026 – Die deutschen Lebensversicherer haben im vergangenen Jahr wieder weniger Kapitalleben-Policen abgesetzt als zuvor. Nur 2022 waren es noch weniger. Allerdings stieg der Anteil am Neuzugang wegen des Einbruchs im Neuzugang insgesamt wieder an. Die Kurve zeigte dabei nicht mehr bei den fondsgebundenen, dafür aber bei den klassischen Verträgen nach oben. Im Bestand nimmt die Bedeutung weiter ab, wie aktuelle GDV-Zahlen zeigen.

Im vergangenen Jahr verzeichneten die deutschen Lebensversicherer einen Neuzugang von 382.700 Kapitallebensversicherungen (klassisch und fondsgebunden). Das geht aus der Mitte Juni vom Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V. (GDV) im Internet veröffentlichten Zahlensammlung „Altersvorsorge in Zahlen“ hervor (VersicherungsJournal 17.6.2026).

In der Publikation werden die vollständigen Geschäftszahlen der Sparte für das Geschäftsjahr 2025 dargelegt. Dies umfasst unter anderem die Bestands- und Neugeschäftsentwicklung in den verschiedenen Produktgruppen, wie etwa den Renten- und Pensions- (19.6.2026), Rürup- (30.7.2025) sowie Invaliditätsversicherungen (30.6.2026).

Langfristig negative Entwicklung

Die Zahl der eingelösten Versicherungsscheine blieb um gut ein Prozent hinter der des Vorjahres zurück. Dies entspricht nach dem neunten Rückgang in den vergangenen zehn Jahren dem zweitniedrigsten Stand seit 2005. Der Tiefststand war drei Jahre zuvor zu beobachten (28.7.2023).

Zum Vergleich: Zwischen 2017 und 2019 waren es noch mehr als eine halbe Million, 2000 gar über drei Millionen Verträge. Allein im Vergleich zu 2012 hat sich die Zahl der eingelösten Scheine mehr als halbiert.

Neuzugang (Bild: Wichert)

Fast kontinuierlich rückläufig war auch der Anteil am Neugeschäft. Dieser reduzierte sich von 14 Prozent (2010) auf 8,5 Prozent (2022). 2023 und 2024 waren es jeweils knapp über neun Prozent. Zuletzt ging es trotz der Verminderung wieder auf über zehn Prozent nach oben. Dies lag aber nur daran, dass der Neuzugang insgesamt 2025 auf nur noch gut 3,8 Millionen Scheine einbrach.

Nur klassische Variante im Aufwind

Anders als in den vier Jahren zuvor (19.8.2022) nahm die Zahl der neuen Scheine bei den fondsgebundenen Kapitalversicherungen ab, und das um 5,5 Prozent. Zuvor war die Wachstumsdynamik von über einem Viertel auf nur noch knapp sieben Prozent abgeflacht. 2021 hatte die Kurve sogar noch um über ein Drittel aufwärts gezeigt.

Bei der klassischen Kapitalversicherung hingegen zeigte die Kurve nach längerer Zeit wieder aufwärts. Mit weiterhin nur hauchdünn über der Marke von 300.000 wurde der Tiefststand aus dem Vorjahr nur minimal überboten. Zum Vergleich: Bis 2020 lag der Wert noch über der Marke von 400.000.

Bedeutungsverlust im Bestand

Auch im Bestand zeigt sich ein massiver Bedeutungsverlust des einstigen Flaggschiffs der Branche. 2005 betrug der Anteil noch 58,6 Prozent, 2010 dann nur noch 47,5 Prozent.

Von 38,1 Prozent im Jahr 2015 ging es dann über 31,6 Prozent im Jahr 2018 und 24,9 Prozent im Jahr 2022 auf zuletzt nur noch 20,4 Prozent kontinuierlich hinunter.

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