16.7.2026 – Nur die R+V gab im Schnitt der Jahre 2019 bis 2024 unter den Branchenriesen (mindestens 2,5 Milliarden Euro Umsatz) mehr für Schäden und Kosten aus, als sie einnahm. Am profitabelsten war die Generali mit einer Combined Ratio von unter 92 Prozent. Das zeigt der „Branchenmonitor 2025: Kompositversicherung“ von V.E.R.S. Leipzig.
Im Schnitt der Jahre 2019 bis 2024 nahmen etwa vier Fünftel der 50 größten Schaden-/Unfallversicherer mehr ein, als sie für Schäden und Kosten ausgaben (VersicherungsJournal 17.6.2026). Hingegen landeten neun Gesellschaften versicherungstechnisch in der Verlustzone (17.6.2026).
Dies ist der Publikation „Branchenmonitor 2025: Kompositversicherung“ der V.E.R.S. Leipzig GmbH zu entnehmen. Die Analyse enthält Übersichten zu zahlreichen Kennzahlen der 50 größten Akteure mit 87 Prozent Marktanteil.
Nur R+V in der Verlustzone
Von den elf Branchenschwergewichten mit mindestens 2,5 Milliarden Euro Prämienvolumen gab nur eines im Sechsjahresschnitt mehr für Schäden und Kosten aus, als sie an Beiträgen generierten. Dies war die R+V Allgemeine Versicherung AG, die allerdings eine Combined Ratio von nur hauchdünn über 100 Prozent aufwies.
Dies war ausschließlich dem vom Sturmtief „Bernd“ (Archiv) geprägten Jahr 2021 geschuldet. Hiervon waren die Wiesbadener stark betroffen und gehörten in Hausrat zu den Anbietern mit den höchsten kombinierten Schaden-Kosten-Quoten (16.2.2023). In Wohngebäude schnitt seinerzeit nur ein Platzhirsch noch schlechter ab (9.1.2023). In allen anderen Jahren des Betrachtungszeitraums machte der Anbieter bis zu knapp vier Cent Gewinn pro Beitragseuro.
Immerhin so gerade eben in die schwarzen Zahlen schaffte es im Schnitt der Jahre 2019 bis 2024 die Gothaer Allgemeine Versicherung AG. Sie schrieb versicherungstechnisch etwa einen Cent Gewinn pro Beitragseuro. Wie die R+V rutschte auch sie nur 2021 in die roten Zahlen und schnitt dabei mit 120 Prozent noch schlechter ab als die Wiesbadener. Am besten war 2020 mit 91,8 Prozent.
Nur etwas besser als die Gothaer agierte die Allianz Versicherungs-AG, die im Sechsjahresschnitt auf eine Combined Ratio von 98,5 Prozent kam. Sie schrieb neben 2021 auch 2023 rote Zahlen, und das getragen von der Kraftfahrt- (21.11.2024) und der Wohngebäudeversicherung (28.11.2024). Bestenfalls lag die Quote bei 94,3 Prozent (2019).
Generali am profitabelsten
Zwischen gut vier und über fünf Cent Gewinn pro Beitragseuro schrieben im Schnitt der Jahre 2019 bis 2024 die Huk-Coburg-Allgemeine Versicherung AG, die Württembergische Versicherung AG, die Provinzial Versicherung AG und die Ergo Versicherung AG.
Kombinierte Schaden-Kosten-Quoten von jeweils um die 94 Prozent wiesen die Axa Versicherung AG und der LVM Landwirtschaftliche Versicherungsverein Münster a.G. auf. Die VHV Allgemeine Versicherung AG gab auf Sechsjahressicht 7,4 Prozent weniger aus, als sie einnahm. Am profitabelsten war die Generali Deutschland Versicherung AG mit einer Quote von unter 92 Prozent.
Weitere Studiendetails und Bezugshinweis
Wie weitere Detaildaten aus dem Branchenmonitor zeigen, landeten die Axa und die Württembergische zweimal in der Verlustzone (jeweils 2021 und 2023), die Huk-Coburg einmal (2023). In allen Jahren des Betrachtungszeitraums schrieben nur Ergo, Generali, LVM und VHV versicherungstechnische Gewinne.
Der „Branchenmonitor 2025: Kompositversicherung“ enthält zahlreiche weitere Kennzahlen zum Versicherungszweig. Die Daten werden auf Sechsjahressicht dargestellt (2019 bis 2024). Die rund 80-seitige Studie kann als PDF-Version für brutto 892,50 Euro inklusive Mehrwertsteuer bei Maik Enterich per E-Mail oder per Telefon unter 0341 24659262 bestellt werden.






