28.8.2026 – Weniger als 40 Prozent der Neurentner gingen 2025 zum gesetzlich vorgegebenen Renteneintrittsalter in Rente. Die übrigen erstmaligen Altersrentenbezieher nahmen am häufigsten die vorgezogene Rente für besonders langjährige Versicherte in Anspruch, wie aus aktuellem Datenmaterial der Deutschen Rentenversicherung hervorgeht.
Im vergangenen Jahr haben nach aktuellen Zahlen der Deutschen Rentenversicherung Bund (DRV) 925.865 Bundesbürger erstmals eine Altersrente bezogen. Das waren etwa 1,2 Prozent weniger als vor Jahresfrist.
Renteneintritt erfolgt immer später
Im Durchschnitt waren sie 64,7 Jahre alt, wobei Frauen minimal älter als Männer waren. Zum Vergleich: 2016 lag das Renteneintrittsalter noch ein halbes Jahr niedriger.
Je nach Rentenart unterscheidet sich das durchschnittliche Renteneintrittsalter der Neurentner im Jahr 2025 um bis zu 4,6 Jahre. Während die Neurentner mit einer Regelaltersrente im Schnitt bei Rentenbeginn 66,26 Jahre alt waren, lag das Renteneintrittsalter bei der Altersrente für langjährig unter Tage beschäftigte Bergleute bei nur 61,65 Jahren (VersicherungsJournal 27.7.2026).
Immer mehr vorgezogene Renteneintritte
Wie aus dem DRV-Zahlenmaterial weiter hervorgeht, gingen nicht einmal 40 Prozent der erstmaligen Bezieher einer Altersrente (in absoluten Zahlen: knapp 356.400 Personen) zum gesetzlich vorgegebenen Renteneintrittsalter in Rente (Regelaltersrente). Zum Vergleich: 2019 lag der Anteil noch bei 44 Prozent (8.10.2020)
Das bedeutete andererseits aber auch, dass fast zwei Drittel der Neurentner vorzeitig in den Ruhestand getreten sind. Dabei wurde die Altersrente für besonders langjährig Versicherte etwas häufiger in Anspruch genommen (Gesamtanteil: 28,3 Prozent, in absoluten Zahlen: etwa 238.000 Personen) als diejenige für langjährig Versicherte (25,7 Prozent; knapp 262.361 Menschen).
Eine Altersrente für schwerbehinderte Menschen bezogen im vergangenen Jahr erstmals rund 69.000 Personen. Das entspricht einem Anteil von etwa 7,5 Prozent.
Deutlich weniger Altersrentner
Deutlich nach unten zeigte die Kurve im Vergleich zum Vorjahr bei der Regelaltersrente. Das Minus von 5,8 Prozent führt die Deutsche Rentenversicherung auf schrittweise Anhebung der Altersgrenzen (14.10.2024) zurück.
„Während die Altersgrenze im Vorjahr für den Geburtsjahrgang 1958 lediglich um einen Monat angehoben wurde, stieg sie für den nun relevanten Jahrgang 1959 erstmals um zwei Monate an. Durch diesen zusätzlichen Monat erreichen statistisch gesehen weniger Personen im Kalenderjahr die Altersgrenze“, wird dazu erläutert.
Darüber hinaus habe es weniger Fälle in der Regelaltersrente gegeben, da viele Versicherte bereits in den Vorjahren vorzeitige Altersrenten in Anspruch genommen hätten.
Hingegen stieg die Zahl der erstmalig in Anspruch genommenen Altersrenten für langjährig Versicherte und für Bergleute (plus knapp über beziehungsweise unter sechs Prozent). Dies begründet die DRV damit, dass momentan immer stärker besetzte Geburtsjahrgänge der „Babyboomer-Generation“ in das Alter für einen Altersrentenbeginn kommen.





