Woran der Erwerb von Immobilieneigentum scheitert

13.4.2026 – Dass sich junge Mieterfamilien keine Immobilie leisten können, liegt in erster Linie an fehlendem Eigenkapital und weniger an einem zu geringen Einkommen. Das haben die Empirica AG und die Bundesgeschäftsstelle Landesbausparkassen im Deutschen Sparkassen- und Giroverband e.V. (LBS) für ihren Erschwinglichkeitsindex herausgefunden.

Demnach erfüllten im Jahr 2025 nur 5,7 Prozent der Mieterhaushalte im üblichen Erwerbsalter für Wohneigentum zwischen 30 und 44 Jahren die üblichen Eigenkapitalanforderungen der Kreditinstitute für die Finanzierung einer Immobilie zum typischen regionalen Kaufpreis. Der Wert schwankt je nach Region zwischen zwei und neun Prozent. Vor 15 Jahren waren es durchschnittlich noch 9,7 Prozent.

Erschwinglichtsbarometer 2026 (Bild: LBS)

Ein ausreichend hohes Haushaltsnettoeinkommen, um sich den Schuldendienst für die Finanzierung einer regionaltypischen Immobilie leisten zu können, erzielten im Jahr 2025 noch 39 Prozent der 30- bis 44-jährigen Mieterhaushalte. Vor 15 Jahren waren es noch 57 Prozent.

Beide Schwellenwerte hatten 2022 Tiefpunkte erreicht. Das führt die LBS auf einen bis dahin starken Anstieg der Immobilienpreise zurück, dem sich die Mieterhaushalte bei Einkommen und Kapitalbildung nicht ausreichend anpassen konnten.

Dass sich die Erschwinglichkeit seitdem verbessert hat, führt die LBS auf nach der Zinswende gesunkene Immobilienpreise zurück. Um die Wohneigentumsbildung zu stärken, müsste der Anstieg der Baukosten gesenkt werden, etwa durch ein vereinfachtes Baurecht, niedrigere Baulandpreise und Grunderwerbsteuern sowie Verbesserungen der Wohnungsbauprämie.

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