18.5.2026 – Die Versicherungsgesellschaft erwartet eine Belebung des Neugeschäfts bei Rentenversicherungen sowie Produkten der betrieblichen sowie geförderten Absicherung des Ruhestands. Hierfür dürften demnach der erhöhte Höchstrechnungszinssatz und die Riester-Reform sorgen. Im vergangenen Geschäftsjahr haben gesteigerte Neuabschlüsse betrieblicher Policen ein weiteres Minusjahr verhindert.
Die Dialog Lebensversicherungs-AG hat 2025 einen Rückgang im Neugeschäft der privaten Altersvorsorge verzeichnet. Laut ihres Geschäftsberichts (PDF; 2,0 MB) sank die Zahl der eingelösten Versicherungsscheine im vergangenen Geschäftsjahr um rund vier Prozent auf 17.315.
Der laufende Beitrag inklusive Dynamik in diesem Produktsegment verringerte sich demnach um knapp 3,6 Prozent auf 13,4 Millionen Euro. Die Versicherungssumme stieg auf Jahressicht hingegen um 4,2 Prozent auf knapp 4,5 Milliarden Euro.
Zum Portfolio zählen nicht nur „Versicherungen zur finanziellen Abdeckung des Todesfallrisikos und des Arbeitskraftverlusts, die unter dem Begriff private Altersvorsorge zusammengefasst werden“. Für den Maklerversicherer des Generali-Konzerns hierzulande sei auch die betriebliche Altersversorgung (bAV) ein „weiteres wichtiges Standbein“.
bAV-Wachstum gleicht Minus in der privaten Altersvorsorge aus
Im Geschäftsfeld bAV stieg die Zahl der eingelösten Versicherungsscheine um 59,6 Prozent auf 17.870 Stücke. Die Versicherungssumme des Neuzugangs wuchs um 30,6 Prozent auf 3,6 Milliarden Euro. Der laufende Beitrag erhöhte sich um 13,5 Prozent auf 11,7 Millionen Euro.
Über beide Segmente zusammen steigerte das Unternehmen die gebuchten Bruttobeiträge 2025 nach eigenen Angaben „trotz des anspruchsvollen Umfelds für die Lebensversicherung“ auf 355,1 Millionen Euro. Das sind rund 0,8 Prozent mehr als im Vorjahr.
Das Neugeschäft ohne Dynamik wuchs im gleichen Zeitraum um 3,8 Prozent auf 24,4 Millionen Euro Annual Premium Equivalent (APE). Das Neugeschäft nach laufendem Beitrag inklusive Dynamik erhöhte sich um 3,7 Prozent auf insgesamt 25,1 Millionen Euro, das Neugeschäft nach Einmalbeiträgen um 26,6 Prozent auf 3,2 Millionen Euro.
Nach schwachem Vorjahr wieder deutliches Neugeschäft 2025
Branchenweit ist 2025 der Neuzugang der im Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V. (GDV) organisierten Lebensversicherer nach vorläufigen Verbandszahlen um über ein Neuntel auf nur noch 3,8 Millionen Policen gesunken. Dies gab der GDV Mitte Februar (VersicherungsJournal 4.2.2026) im Rahmen seiner Jahresmedienkonferenz bekannt.
Die einzelnen Gesellschaften unterschieden sich dabei stark in ihrer Entwicklung, wie eine Zahlensammlung in Heft 4/2026 der Zeitschrift für Versicherungswesen zeigt (22.4.2026). Deren Neugeschäftsumfrage beruht auf Unternehmensangaben, die teilweise vorläufigen Charakter haben.
Demnach schaffte die Dialog Leben mit einem Sprung um 20,3 Prozent auf 35.185 neu akquirierte Verträge im vergangenen Jahr das siebtgrößte Wachstum. Ein Jahr zuvor hatte der Anbieter noch zu den größten Verlierern am Markt gezählt (29.4.2025).
Risikolebensversicherung kommt auf rund zwei Drittel des Bestands

- Tamara Pagel (Bild: Generali)
Aufgrund des insgesamt gestiegenen Neugeschäfts im vorigen Jahr wuchs der Bestand der von Tamara Pagel als Vorstandsvorsitzenden geführten Assekuranz minimal um 0,02 Prozent auf 568.445 Versicherungsscheine. Die Versicherungssumme stieg im gleichen Zeitraum um 2,7 Prozent auf knapp 92 Milliarden Euro.
Der laufende Jahresbeitrag des Bestandes erhöhte sich 2025 um 0,9 Prozent auf knapp 355 Millionen Euro. Den größten Anteil am Bestand (67,6 Prozent) hat mit einem laufenden Jahresbeitrag von 240 Millionen Euro nach wie vor die Risikolebensversicherung.
Die gebuchten Bruttobeiträge lagen 2025 mit rund 355 Millionen Euro um 0,8 Prozent über dem Vorjahreswert. Die laufenden gebuchten Beiträge erhöhten sich nach Firmenangaben um 0,6 Prozent auf knapp 352 Millionen Euro.
Dialog erwartet Belebung des Neugeschäfts in der Altersvorsorge
In der näheren Zukunft komme es „voraussichtlich zu einer Belebung des Neugeschäfts bei Rentenversicherungen sowie Produkten der betrieblichen sowie geförderten Altersvorsorge“, erwartet die Versicherungsgesellschaft.
Zurückzuführen sei dieser Trend einerseits auf den Anfang 2025 auf ein Prozent erhöhten Höchstrechnungszinssatz (30.1.2025). Andererseits spreche hierfür die geplante Reform der steuerlich geförderten privaten Altersvorsorge, die den Bundesrat passiert hat (8.5.2026).
Für das laufende Geschäftsjahr erwartet der Lebensversicherer auch deshalb nach eigenen Angaben „eine moderate Steigerung im Biometriegeschäft“. Hierdurch dürften die gebuchten Bruttobeiträge 2026 moderat wachsen.




