Die Stuttgarter und die SDK präsentieren neue Dachmarke

13.10.2026 – Die fusionierte Unternehmensgruppe „Die Süd“ mit Zentralen in Stuttgart und Fellbach hat ihren gesellschaftsrechtlichen Zusammenschluss vollzogen und nun auch nach außen sichtbar gemacht. Der auf Personenversicherungen fokussierte Anbieter will mit rund 1.600 Mitarbeitern und 1,94 Millionen Policen 2026 erstmals zwei Milliarden Euro gebuchte Bruttobeiträge und eine Bilanzsumme von über 20 Milliarden Euro erreichen.

Die SDK-Gruppe und die Stuttgarter Versicherungsgruppe haben ihre vor zwei Jahren angekündigte Fusion (VersicherungsJournal 22.10.2024) mit der Vorstellung ihrer Dachmarke finalisiert.

Vor rund einem Jahr hatte die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (Bafin) die Verschmelzung der Süddeutschen Lebensversicherung a.G. auf die Stuttgarter Lebensversicherung a.G. genehmigt. Zudem hatte sie genehmigt, dass die Süddeutsche Allgemeine Versicherung a.G. vollständig auf die Stuttgarter Versicherung AG übertragen wird (19.8.2025).

Zuvor hatten die Mitgliedervertreterversammlungen beider Versicherer einstimmig beschlossen, einen Gleichordnungskonzern zu gründen (2.7.2025). Diesem Plan hatte auch das Bundeskartellamt grünes Licht gegeben.

Von links: Dr. Guido Bader, Pressesprecherin Karin Ebinger, Ulrich Mitzlaff (Bild: Die Süd)
Von links: Dr. Guido Bader, Pressesprecherin Karin Ebinger, Dr. Ulrich Mitzlaff (Bild: Die Süd)

„Die Süd“ wird gemeinsames Dach der Versicherer-Marken

Nach Unternehmensangaben ist der gesellschaftsrechtliche Zusammenschluss nun abgeschlossen. Die gemeinsame Versicherungsgruppe tritt ab sofort unter der Dachmarke „Die Süd“ auf. An ihrer Spitze steht mit der Süddeutschen Versicherungen a.G. ein Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit.

Die Versicherungsunternehmen Stuttgarter und SDK werden als Aktiengesellschaften unterhalb des Versicherungsvereins fortgeführt. Alleiniger Aktionär beider Gesellschaften ist die Süddeutsche.

„Die Süd gehört damit weiterhin ihren Mitgliedern“, sagt Dr. Guido Bader (54), Co-Vorstandssprecher der neuen Versicherungsgruppe sowie Vorstandsvorsitzender der Stuttgarter Lebensversicherung AG. „Diese Kontinuität ist für uns wichtig, weil sie für langfristiges Denken und Handeln steht und dafür, dass die Interessen unserer Mitglieder sowie Kundinnen und Kunden im Mittelpunkt bleiben.“

Sechsköpfiger Vorstand führt die neue Versicherungsgruppe

Die Unternehmen der neuen Gruppe werden von einem sechsköpfigen Vorstand geleitet. Neben Bader und Co-Vorstandssprecher Dr. Ulrich Mitzlaff (59) sitzen Olaf Engemann (62), Jesko David Kannenberg (48), Michael Krebbers (58) und Ralf Oestereich (54) in dem Führungsgremium.

Die beiden bisherigen Unternehmenszentralen Fellbach und Stuttgart sollen erhalten bleiben und als Hauptstandorte der neuen Gruppe fortgeführt werden. Auch für alle dezentralen Landes- und Filialdirektionen gilt demnach Bestandsschutz.

Laut Mitzlaff, der Vorstandsvorsitzender der Süddeutschen Krankenversicherung AG ist, sind die dezentralen Präsenzen in der Fläche einerseits für den regionalen Kundenservice gewünscht. Andererseits spielten sie ebenso für die Arbeitgeberattraktivität eine wichtige Rolle.

Die Stuttgarter und die SDK bleiben als Vertriebsmarken

Durch den Zusammenschluss entsteht eine Versicherungsgruppe mit rund 1.600 Mitarbeitern sowie 1,94 Millionen Versicherungsverträgen. Für das Geschäftsjahr 2026 peilt man mehr als zwei Milliarden Euro gebuchte Bruttobeiträge sowie eine Bilanzsumme von mehr als 20 Milliarden Euro an.

Die Ansprechpartner im Vertrieb bleiben nach Unternehmensangaben unverändert und die Vertriebspartner können demnach weiterhin mit den bisherigen Vertriebsmarken arbeiten. Zukünftig stehe ihnen aber das breitere Produktangebot bereit. Mit dem „weiteren Standbein“ könnten sie ihre Kunden ganzheitlicher beraten und sich zusätzliche Geschäftspotenziale erschließen.

Im bundesweiten Maklervertrieb ist die Stuttgarter derzeit deutlich besser aufgestellt als die SDK. Letztere hat ihre Stärken im Banken- und Ausschließlichkeitsvertrieb in den Bundesländern Bayern, Baden-Württemberg, Saarland, Rheinland-Pfalz, Hamburg und Berlin sowie den südlichen Teilen von Hessen und NRW.

Erster großer Marktauftritt auf der DKM 2026 geplant

Thematisch will man sich als Vollsortimenter in der Personenversicherung positionieren. Das gilt auch im Kompositbereich, wo der Schwerpunkt auf dem Geschäft mit der privaten Unfallversicherung liegt.

Verdeutlichen sollen dies auch das an einen Pulsschlag erinnernde Logo sowie der Markenanspruch „Spürbar mehr Lebensqualität“. Ziel sei nämlich, „Kunden bei Gesundheit, Absicherung und Vorsorge aus einer Hand zu begleiten“.

Erstmals einem breiten Fachpublikum präsentiert sich die neue Gruppe auf der Branchenmesse DKM Ende Oktober. Dort wirbt sie auch für das Nachfolgeprodukt der zum Jahresende auslaufenden Riester-Rente (26.2.2026). Neben dem garantielosen Standarddepot, das sie mit einem noch nicht bekanntgegebenen Kooperationspartner plant, soll es ein Produkt mit wahlweise 80 oder 100 Prozent Garantie geben. Deren nicht gedeckelten Effektivkosten dürften bei etwa 1,2 Prozent liegen.

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