Wieder ein Versicherer weniger

28.10.2026 – Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (Bafin) hat per Verfügung vom 10. September 2026 (VA 44-I 5000/02595#00303) der Ambra Versicherung AG die Erlaubnis für den gesamten Geschäftsbetrieb widerrufen. Diese Erlaubnis erstreckte sich einerseits auf das Angebot von Schaden- und Unfallversicherungen im In- und Ausland.

Andererseits übernahm das Unternehmen mit Sitz in Büsingen Bestände von Rückversicherungen, die sich in der Abwicklung befinden (VersicherungsJournal 10.9.2018). Hierzu zählte unter anderem ein Teilbestand der Gothaer Finanzholding AG (18.7.2018).

Die aktuelle Maßnahme der deutschen Finanzaufsicht gemäß § 304 VAG erfolgte nach Behördenangaben „aufgrund Verzichts auf die Erlaubnis seitens des Unternehmens“. Danach dürfen keine Policen mehr abgeschlossen, erhöht oder verlängert werden.

Die Ambra hatte bereits vor einem halben Jahr ihren Versicherungsbestand auf die in Hamburg ansässige Darag Deutschland AG übertragen. Diese Transaktion hatte die Bafin per Verfügung vom 22. April 2026 (VA 32-I 5000/00341#00064) genehmigt.

Gegründet wurde die Assekuranz 2017 zunächst unter dem Namen „Blitz 17-626 AG“ in München. Ein Vierteljahr später gab das Bundeskartellamt den Erwerb eines Portfolios des Versicherungsgeschäfts von der Ostsee Versicherungs-Aktiengesellschaft frei (B4-91/18). Den Ambra-Vorstand bilden heute Wolfgang Huber (53) und Maxime René Pierre Quenin-Cahn (40).

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