Das sind die günstigsten Top-Pflegetagegeldversicherungen

9.4.2026 – Focus Money Versicherungsprofi hat eine Auswertung veröffentlicht, für die Morgen & Morgen aktuelle Tarife verglichen hat, die für ambulante und stationäre Pflege zahlen. Die günstigste unter den 20 leistungsstarken Policen im Test kommt demnach vom Anbieter VRK. Das gilt sowohl für eine 50-jährige Frau als auch für einen 30-jährigen Mann. Die für beide jeweils teurere Continentale bietet in Pflegegrad 1 allerdings eine deutlich höhere Leistung.

Die Morgen & Morgen GmbH (M&M) hat für die Redaktion des Focus Money Versicherungsprofis die besten Pflegetagegeldversicherungen für zwei typische Musterkunden ermittelt, die Leistungen für ambulante und stationäre Pflege absichern möchten.

Berücksichtigt wurden in der Vergleichsliste nur Tarife, die mindestens vier von fünf möglichen Sternen im „M&M Rating Pflegetagegeld“ erreicht haben. Hierfür werden die Vertragsbedingungen regelmäßig anhand von 37 Leistungsfragen bewertet (VersicherungsJournal 26.3.2025).

Konkret mussten die Angebote bereits ab Pflegegrad 1 eine Leistung zahlen, eine Beitragsbefreiung im Leistungsfall garantieren und bei einer verspäteten Meldung rückwirkend leisten. Außerdem sollten sie Versicherungsschutz bei einem Umzug ins Ausland gewährleisten, oder wenn die Mitgliedschaft in der privaten oder sozialen Pflegeversicherung endet.

Monatsbeiträge für zwei Beispielkunden miteinander verglichen

Die für den aktuell in dem Wirtschaftsmagazin veröffentlichten Bericht „Pflegeheim: Eigenvorsorge tut not“ getesteten Anbieter sollten für ihre Versicherten außerdem jeweils Altersrückstellungen bilden. Weitere Voraussetzung war ein Pflegetagegeld in Pflegegrad 5 von mindestens 1.500 Euro monatlich.

Nach diesen Vorgaben wurden die Monatsbeiträge für eine 50 Jahre alte Frau und einen 30 Jahre alten Mann ermittelt. Für sie sind in einer Tabelle 20 Tarife aufgelistet. Neben Anbieter, Tarifname, Ratingurteil und Monatsbeitrag sind dort die Leistungen in allen fünf Pflegegraden angegeben.

Die Reihenfolge orientiert sich zunächst an dem Ratingurteil und dann nach dem günstigsten Monatsbeitrag je Anbieter. Demnach zahlt die Frau für einen Tarif mit dem höchstmöglichen M&M-Rating von fünf Sternen mindestens 39,93 pro Monat. Der Mann muss nur mit 20,64 Euro rechnen.

Enormer Preisunterschied schlägt sich im Leistungsumfang nieder

Thorsten Bohrmann (Bild: Morgen & Morgen)
Thorsten Bohrmann (Bild: Morgen & Morgen)

Der günstigste Anbieter ist in den beiden Musterfällen die Versicherer im Raum der Kirchen Krankenversicherung AG (VRK). Am teuersten ist mit 164,15 beziehungsweise 68,25 Euro jeweils die Continentale Krankenversicherung a.G.

Dieser enorme Preisunterschied schlägt sich allerdings im Leistungsumfang nieder, erklärt Thorsten Bohrmann, Senior-Versicherungsanalyst bei Morgen & Morgen. „Generell lässt sich feststellen, dass günstige Tarife vor allem in den Pflegegraden 1 bis 3 mit ihren Leistungen sparen.“

Die VRK zahlt für Versicherte mit den ersten Pflegegraden sowohl ambulant als auch stationär monatlich jeweils 150 beziehungsweise 300 und 600 Euro.

Bei der mit Prämien von 59 beziehungsweise 25,15 Euro nächstgünstigen Ideal Versicherungsgruppe sind es in Pflegegrad 1 nur 60 Euro pro Monat.

Steigende Pflegekosten als Verkaufsargument für Versicherungsvermittler

Die Continentale hingegen zahlt als einziger Versicherer im Test bereits in Pflegegrad 1 ambulant und stationär monatlich 750 Euro. Ab Stufe 2 sind es jeweils 1.500 Euro, was neben der Continentale nur die Concordia Krankenversicherungs-AG sowohl ambulant als auch stationär monatlich leistet. Ihre monatlichen Prämien in den Musterfällen betragen 153,68 beziehungsweise 66,48 Euro.

Im Durchschnitt sind die Monatsbeiträge mit rund 43 Euro für den 30-Jährigen gegenüber dem Vorjahreswert (42,60 Euro) nahezu stabil geblieben. Die 20 Jahre ältere Frau hingegen muss im Durchschnitt mit knapp 96 Euro etwa fünf Prozent mehr als 2025 (92,69 Euro) für ihre Police zahlen.

Hierin zeigen sich die insgesamt steigenden Kosten für die Pflege, was laut Bohrmann ein gutes Argument für Vermittler ist. „Die Relevanz einer privaten Pflegeabsicherung ist unbestritten. Sie nimmt vor dem Hintergrund der steigenden Pflegekosten aktuell weiter zu.“

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