Die besten Erwerbsunfähigkeitspolicen im Urteil von Franke und Bornberg

20.4.2026 – In ihrer Mitte April veröffentlichten Neuauflage des SEU-Produktratings haben die Analysten von Franke und Bornberg die 17 am Markt verfügbaren Produkte von knapp einem Dutzend Anbieter unter die Lupe genommen. Nur drei Angebote erhielten die Höchstbewertung „FFF+“. Eines stammt von der Continentalen, die beiden anderen von der Provinzial.

Die Franke und Bornberg GmbH (FuB) hat Mitte April neben dem Produktrating von selbstständigen Berufsunfähigkeitstarifen (SBU-Tarifen) (VersicherungsJournal 17.4.2026) auch das Rating von selbstständigen Erwerbsunfähigkeitstarifen (SEU-Tarifen) aktualisiert.

Franke und Bornberg überarbeitet Ratingmethodik

Im Vergleich zur letzten Ratingauflage (VersicherungsJournal 23.4.2025) haben die Analysten einige Änderungen an den Bewertungskriterien und deren Gewichtung vorgenommen. Im Detail gingen in die Bewertung 55 (Vorjahr: 54) Leistungskriterien ein, die weiterhin 17 Oberpunkten zugeordnet sind.

So wurden zusätzliche Voraussetzungen für Kapitalleistungen bei Leistungseinstellung aufgenommen. Zudem wurden Kriterien, bei denen bislang nahezu alle Versicherer die maximale Punktzahl erzielten, den Angaben zufolge gezielt geringer gewichtet.

Dies betrifft unter anderem die Aspekte Beitragsstundung, vereinfachtes Anerkenntnis sowie die Regelungen zur Anzeigepflicht und zum Geltungsbereich. So werde der Blick geschärft auf die Aspekte, die tatsächlich Qualitätsunterschiede zwischen den Anbietern abbildeten, erläutern die Analysten.

Weitere Informationen zur Methodik der Untersuchung sind in den Bewertungsgrundlagen (PDF, 228 KB) nachzulesen.

So wurden die SEU-Versicherungen bewertet

Als Quellen für das Rating wurden nach Unternehmensangaben ausschließlich die Versicherungsbedingungen sowie gegebenenfalls verbindliche Verbraucherinformationen, Antragsformulare, Versicherungsscheine, Geschäftsberichte und per Stichprobe verifizierte Daten genutzt.

Die Testkandidaten wurden zunächst dahingehend überprüft, in welchen Ausprägungen beziehungsweise Varianten welche Detailleistungen und Einzelregelungen angeboten werden, wird zur methodischen Vorgehensweise erläutert.

Bewertung von null bis 100 und Mindeststandards

Die Qualität der jeweiligen Regelungen wurde in einem nächsten Schritt auf einer Skala von null für die schlechteste Ausprägung bis 100 für die beste Ausprägung eingeordnet. Danach wurden die einzelnen Leistungskriterien entsprechend ihrer Bedeutung aus Kundensicht gewichtet.

Die Klassen sind den Angaben zufolge „in ihrer Bandbreite so bemessen, dass geringfügige, für die Praxis unerhebliche Punktunterschiede nicht zur Einstufung in eine andere Klasse führen. Zusätzlich werden Mindeststandards berücksichtigt.“

„Hohe Qualitätsdichte im oberen Bewertungssegment“

Unter die Lupe genommen hat Franke und Bornberg 17 Tarifkonfigurationen von elf Produktgebern. Im Vorjahr waren es noch 19 Offerten von zwölf Anbietern (23.4.2025). Die Höchstnote „FFF+“ („hervorragend“) vergab Franke und Bornberg an nur noch drei (Vorjahr: sechs) Lösungen von zwei (sechs) Produktgebern.

Die Topnote erhielten laut der laufend aktualisierten Auflistung im Internetangebot von Franke und Bornberg aktuell

Die Analysten heben als Fazit hervor, dass es eine hohe Qualitätsdichte im oberen Bewertungsspektrum gebe.

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