3.9.2026 – Nicht einmal sechs von zehn ungebundenen Vermittlern bewerten die Schadenregulierung der Versicherer in Wohngebäude auf einer Schulnotenskala mindestens mit „gut“. Immerhin knapp zwei Drittel zeigten sich mit den Reaktionszeiten der Anbieter „(sehr) zufrieden“, so die Asscompact-„Marktstudie Privates Schaden-/Unfallgeschäft 2026“ . Besonders gute Erfahrungen haben Versicherungsmakler dabei vor allem mit der Helvetia, aber auch mit der Dema und der VHV gemacht.
In der Erreichbarkeit der Ansprechpartner und im telefonischen Service sehen Versicherungsmakler ganz allgemein die größten Mängel der Kompositversicherer in der Schadenregulierung (VersicherungsJournal 25.8.2026). Dies ist ein Ergebnis der Asscompact-„Marktstudie Privates Schaden-/Unfallgeschäft 2026“.
Grundlage der Untersuchung ist eine im Juni unter Maklern durchgeführte Onlineumfrage. Die Größe der Nettostichprobe wird mit 254 Personen angegeben. Rund 87 Prozent der Befragten sind männlich, etwa 13 Prozent weiblich. Sie haben 31,0 Jahre Berufserfahrung bei einem Durchschnittsalter von 58,5 Jahren und wollen im Schnitt mit 67,8 Jahren aus dem Berufsleben ausscheiden.
Zufriedenheit abhängig von Länge der Reaktionszeit
Ein Ergebnis der Befragung: Die überwältigende Mehrheit der Teilnehmer hat in den vergangenen zwölf Monaten Wohngebäude-Schadenfälle im Privatkundensegment persönlich betreut. Während nur gut jeder Neunte im Betrachtungszeitraum nach eigenen Angaben gar keinen Schadenfall persönlich betreut hat, waren bei annähernd jedem Zweiten bis zu zehn und bei rund jeweils etwa jedem neunten elf bis 30 beziehungsweise 31 bis 50 Fälle.
Eine Reaktion des Versicherers erfolgte in nicht einmal jedem hundertsten Fall innerhalb von 24 Stunden, womit jeder Betroffene „(sehr) zufrieden“ war. Mit einer Reaktionszeit von ein bis drei Tagen – dies traf auf knapp die Hälfte der Schadenfälle zu – zeigten sich immer noch 96 Prozent der Interviewten zufrieden.
Weniger als 60 Prozent bewerteten insgesamt mit „(sehr) gut“
Mit steigender Reaktionszeit nimmt die Zufriedenheit immer weiter ab. Reagierte der Versicherer innerhalb von vier bis sieben Tagen, so fand dies nur noch bei knapp jedem zweiten Beifall. Bei über einer Woche traf dies auf gar keinen Vermittler mehr zu. Letzteres war bei fast jedem vierten Schaden der Fall.
Insgesamt waren allerdings nicht einmal zwei Drittel der Interviewten mit der Reaktionszeit zumindest „zufrieden“. Und weniger als 60 Prozent der Vermittler bewerteten die Schadenregulierung insgesamt mit „(sehr) gut“. Damit fielen die Urteile jeweils noch etwas schlechter aus als in der Kraftfahrtversicherung (27.8.2026).
Regulierung: Makler sind mit der Helvetia am zufriedensten
In der Marktstudie wurde ebenfalls untersucht, welche Anbieter in Sachen Regulierung besonders gut abschneiden. Nach Angaben der Studienautoren fließen in die Bewertung (auf einer Skala von null bis 100) neben den Reaktionszeiten unter anderem auch die Unterstützung vor Ort und Rückmeldungen über den Prozess sowie den Stand der Schadenbearbeitung ein.
Am besten kamen mit im Schnitt 92 Punkten die Helvetia Versicherungen weg. Zwei Zähler dahinter folgt die Dema Deutsche Versicherungsmakler AG. An dritter Stelle rangiert einen weiteren Punkt dahinter die VHV Allgemeine Versicherung AG.
Die vierte Position teilen sich mit jeweils 86 Zählern die R+V Allgemeine Versicherung AG und die Konzept & Marketing – ihr unabhängiger Konzeptentwickler GmbH (K&M). Zwei Punkte dahinter folgen gleichauf die Allianz Versicherungs-AG, die Axa Versicherung AG und die Concordia Versicherungsgesellschaft a.G.
Der 274-seitige Berichtsband der „Marktstudie Privates Schaden-/Unfallgeschäft 2026“ kann für 2.950 Euro inklusive Mehrwertsteuer bei Sebastian Sommerer per E-Mail oder per Telefon unter 0921 7575834 bestellt werden. Gleiches gilt auch für den 236-seitigen Berichtsband der „Marktstudie Private Kfz- und Flottenversicherung 2026“./





