15.7.2026 – Zum 1. August steigt der Zusatzbeitrag der IKK Classic um 0,45 Prozentpunkte auf 3,85 Prozent an. Zuvor hatten nur drei (Vorjahr: 17) Körperschaften unterjährig den Zuschlag auf den Einheitsbeitrag verändert.
Zwischen Anfang Februar und Anfang Juli 2026 hatten mit drei Krankenkassen deutlich weniger Akteure unterjährig ihren Zusatzbeitrag verändert als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Seinerzeit traf dies auf 17 Körperschaften zu, die allesamt erhöht hatten (VersicherungsJournal 19.5.2025, 2.7.2025).
Bisher drei unterjährige Veränderungen
Zum 1. April hatte die betriebsbezogene BKK Würth den Aufschlag auf den Einheitsbeitrag von 2,89 auf 3,40 Prozent angehoben. Die regional geöffnete IKK Südwest hatte zum selben Datum den Zusatzbeitrag von 3,25 auf 3,87 Prozent erhöht.
Zum 1. Juli hat mit der betriebsbezogenen BMW BKK eine weitere Krankenkasse den Zusatzbeitrag unterjährig verändert. Anders als die beiden vorgenannten Wettbewerber hat die Betriebskrankenkasse den Aufschlag auf den Einheitsbeitrag allerdings gesenkt. Und dies sogar deutlich – von 3,9 auf 2,9 Prozent (2.7.2026).
IKK Classic erhöht Zusatzbeitrag
Jetzt hebt mit der bundesweit geöffneten IKK Classic auch eines der Marktschwergewichte (21.5.2026) den Zusatzbeitrag an. Dieser beträgt nach Unternehmensangaben ab August 3,85 Prozent, das sind 0,45 Prozentpunkte mehr als bis Ende Juli verlangt wurden.
Dadurch steigt der zu zahlende monatliche Beitrag für Mitglieder um 13,50 Euro bei 3.000 Euro Bruttomonatsverdienst, und um weitere 4,50 Euro pro 1.000 Euro Bruttomonatsverdienst. Wer 5.812,50 oder über diese Beitragsbemessungsgrenze hinaus im Monat verdient, für den erhöht sich die monatliche Belastung um 26,16 Euro.
Die Körperschaft hatte zu Jahresbeginn keine Veränderung am Zusatzbeitrag vorgenommen (7.1.2026), dafür aber Anfang 2025 den Aufschlag auf den Einheitsbeitrag um 1,21 Prozentpunkte angehoben (6.1.2025).
Neun Rückgänge in zehn Jahren
Die IKK Classic gehörte Anfang 2026 zwar weiterhin zur Top Ten der mitgliederstärksten Krankenkassen (21.4.2026). Sie verlor allerdings auf Jahressicht rund 67.400 Mitglieder und fiel vom siebten auf den achten Platz zurück. Nur drei Körperschaften hatten noch höhere Einbußen hinzunehmen (27.3.2026).
In den letzten zehn Jahren hatte die Innungskrankenkasse mit Ausnahme von 2022 durchweg Mitglieder verloren. Auch zwischen Anfang Januar und Anfang April zeigte die Kurve nach Daten des gesundheitspolitischen Hintergrunddienst Dfg – Dienst für Gesellschaftspolitik nach unten.
Die IKK Classic verlor in diesem Zeitraum 9.399 auf 2.312.680 Mitglieder. Nicht einmal eine Handvoll Wettbewerber hatte mit fünfstelligen Verminderungen noch höhere Verluste zu verzeichnen.




