Ombudsfrau meldet explosionsartigen Anstieg der Beschwerdezahlen

12.10.2026 – Der Versicherungsombudsmann e.V., der seit knapp zwei Jahren von der Ombudsfrau Dr. Sibylle Kessal-Wulf geführt wird (VersicherungsJournal 9.1.2024), hat in seinem Webangebot erste Angaben zum Reklamationsaufkommen im dritten Quartal 2026 vorgelegt. Demnach ist die Zahl der Eingaben um fast ein Drittel auf einen neuen Rekordwert von 9.903 angestiegen.

Zwischen Anfang Januar und Ende September erreichten die Schlichtungsstelle damit 28.769 Reklamationen. Das sind 42 Prozent mehr als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Innerhalb von nur drei Jahren hat sich die Zahl auf Neunmonatssicht mehr als verdoppelt. 2022 gingen sogar nur gut 11.500 Beschwerden beim Versicherungsombudsmann e.V. ein.

Beschwerdeeingang (Bild: Wichert)

Nicht nur im dritten Quartal zeigte die Kurve zum vierten Mal in Folge nach oben. Auch in der ersten (23.6.2026) und zweiten Dreimonatsperiode 2026 wurden die Höchstwerte aus dem Vorjahr regelrecht pulverisiert.

Im April hatte die Schlichtungsstelle ihren Jahresbericht 2025 veröffentlicht und dabei bereits ein neues Allzeithoch von Beanstandungen vermeldet. In dem Bericht wird auch dargelegt, wie sich die Beschwerden auf die einzelnen Sparten verteilen. Neben weiteren statistischen Analysen (29.4.2026, 5.5.2026, 11.5.2026) wird auch über konkrete Streitfälle berichtet (28.9.2026, 7.7.2026, 26.6.2026).

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