PKV: Die höchsten Beitragsanpassungen 2027

3.11.2026 – Ferdinand Halm hat auf Basis von potenziellen Tarifwechslern ermittelt, wie sich die Kosten für Privatversicherte in Deutschland entwickeln. Demnach stehen bei knapp der Hälfte der 22 untersuchten Assekuranzen Erhöhungen gegenüber dem Vorjahr um fünf bis zehn Prozent an. Den höchsten Anstieg registriert der PKV-Sachverständige demnach bei der BBKK, den niedrigsten bei der R+V.

Zum Jahreswechsel werden wieder zahlreiche Anbieter ihre Beiträge für privat Krankenversicherte erhöhen. Nach Angaben des Verbands der Privaten Krankenversicherung e.V. dürften die Prämien für rund 53 Prozent der PKV-Kunden in Deutschland steigen (VersicherungsJournal 19.10.2026).

Demnach liegt die durchschnittliche Beitragsanpassung (BAP) zum 1. Januar für sie voraussichtlich bei 13,4 Prozent. Bei den Tarifen für Beihilfeberechtigte liegt der durchschnittliche Anstieg zwar lediglich bei 11,4 Prozent, bei allen anderen Versicherten hingegen bei 15,3 Prozent. Nicht erfasst in diesen Zahlen sind jedoch Versicherte, deren Anbieter die Beiträge später unterjährig anpassen.

Der Branchenverband betont, dass die privaten Krankenversicherer ihre Prämien nur dann erhöhen dürfen, wenn die Versicherungsleistungen in einem Tarif nachweislich um einen bestimmten Prozentsatz höher liegen als ursprünglich kalkuliert. Gesetzlich vorgeschrieben ist eine Abweichung von zehn Prozent. Es ist aber auch möglich, vertraglich eine niedrigere Schwelle zu vereinbaren.

Unisex-Tarife der privaten Krankenvollversicherung

Bei welcher Assekuranz welche konkrete BAP-Höhe ansteht, hat der PKV-Sachverständige Ferdinand Halm (65) auf der Internetseite der als Versicherungsmakler registrierten HC Consulting AG aufgelistet.

Das Unternehmen mit Sitz in Köln hat seit 2004 nach eigenen Angaben rund 20.000 Kunden betreut. Es hat sich darauf spezialisiert, PKV-Kunden – mit Ausnahme von Beamten und Beihilfeberechtigten – beim Tarifwechsel nach § 204 VVG zu beraten.

Die laufend aktualisierten Angaben zur durchschnittlichen Anpassung beziehen sich auf Unisex-Tarife in der privaten Krankenvollversicherung für Angestellte, Selbstständige und Freiberufler. Prämiensenkungen werden jeweils eingerechnet und vorläufige Werte sind gekennzeichnet.

Durchschnittliche Beitragsanpassung zum 1. Januar

Den höchsten Sprung verzeichnet laut einer Auswertung von Daten für 120 Versicherte die Bayerische Beamtenkrankenkasse AG (BBKK), deren Beiträge zum 1. Januar um durchschnittlich 18 Prozent steigen.

Ebenfalls zweistellige Zuwachsraten verzeichnen die Mitbewerber UKV – Union Krankenversicherung AG (durchschnittlicher Anstieg: 15,6 Prozent) und Axa Krankenversicherung AG (11,7).

Den niedrigsten BAP-Wert weist Halm mit 2,2 Prozent hingegen für die R+V Krankenversicherung AG aus, dicht gefolgt von der Nürnberger Krankenversicherung AG mit 2,7 Prozent.

Mittelfeld mit Anpassungen um fünf bis zehn Prozent

Ebenfalls unterhalb von fünf Prozent liegen demnach die durchschnittlichen Beitragsanpassungen bei der Barmenia Krankenversicherung AG (4,1 Prozent) und der Allianz Private Krankenversicherungs-AG (4,9).

Im Mittelfeld tummeln sich der Analyse zufolge neun Anbieter mit BAP-Werten zwischen fünf und zehn Prozent:

Hinzu kommen in Halms Tabelle zu 22 PKV-Gesellschaften folgende sechs Anbieter, die ihre Beiträge üblicherweise zu Jahresbeginn statt unterjährig anpassen. In Prüfung sind demnach die Tarife der

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