Wie die immer weiter steigenden Reparaturkosten die Autoversicherer belasten

30.10.2026 – Der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V. (GDV) erwartet für das Jahr 2026 in der Kfz-Versicherung mehr als zehn Prozent höhere Leistungsausgaben (35 Milliarden Euro). Gleichzeitig wird ein Plus der Beitragseinnahmen in Höhe von knapp sieben Prozent (auf 41 Milliarden Euro) erwartet. Die kombinierte Schaden-Kosten-Quote dürfte in der Folge auf 99 Prozent steigen.

Diese Hochrechnung basiert nach Verbandsangaben „auf den Zahlen des ersten Halbjahres und geht davon aus, dass die Schäden durch Naturgefahren wie Sturm, Hagel und Überschwemmungen in diesem Jahr leicht unterdurchschnittlich ausfallen.“

„Wesentlicher Kostentreiber“ sind laut GDV immer weiter steigende Reparaturpreise. So hätten sich allein im vergangenen Jahr die Ersatzteilpreise um 5,6 Prozent und die Stundensätze in den Kfz-Werkstätten um durchschnittlich 7,5 Prozent erhöht. Die Steigerung der allgemeinen Verbraucherpreise ist nach Verbandsangaben nicht einmal ein Drittel so hoch ausgefallen.

Mittlerweile koste ein durchschnittlicher PKV-Sachschaden mit etwa 4.600 Euro über zwei Drittel mehr als 2017, erläutert GDV-Hauptgeschäftsführer Jörg Asmussen. Dabei seien die Ersatzteilpreise in diesem Zeitraum um 60 Prozent gestiegen und die Werkstattstundenpreise sogar um 62 Prozent. Die allgemeinen Verbraucherpreise seien nur um ein gutes Sechstel gestiegen.

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