23.10.2026 – In Sachen Weiterempfehlungsbereitschaft im unabhängigen Vermittlermarkt setzte sich bei den Fondspolicen mit wie auch ohne Garantien die Nürnberger gegen die Wettbewerber durch, in letztgenanntem Segment gemeinsam mit der Helvetia. Die Allianz als Spitzenreiterin beim Geschäftsanteil schaffte es nicht auf das Siegertreppchen. Sie landete bei den Verträgen ohne Garantien sogar nur an letzter Stelle. Dies zeigt die Asscompact-„Marktstudie Private Vorsorge 2026“.
Versicherungsmakler vermitteln in der privaten Altersvorsorge an die Allianz Lebensversicherungs-AG das meiste Fondspolicengeschäft – sowohl mit als auch ohne Garantien. Dies zeigt die Asscompact-„Marktstudie Private Vorsorge 2026“ (VersicherungsJournal 9.10.2026).
Grundlagen und Methodik der Studie
Basis der Untersuchung ist eine im Juli und August durchgeführte Onlineumfrage unter ungebundenen Versicherungsvermittlern. Die Nettostichprobengröße wird mit 215 angegeben. Rund 92 Prozent der Befragten sind männlich, knapp acht Prozent weiblich.
Sie haben im Schnitt 28,7 Jahre Berufserfahrung bei einem Durchschnittsalter von 56,6 Jahren. Sie wollen mit 67,8 Jahren aus dem Berufsleben ausscheiden. Nicht einmal jeder zehnte Befragte plant ein Ausscheiden vor Vollendung des 60. Lebensjahres – und fast vier von zehn wollen bis mindestens 70 Jahre arbeiten.
Erhoben wurden im Rahmen der Studie neben den Geschäftsanteilen unter anderem auch die Geschäftsaussichten sowie die Courtagesituation – und welche Eigenschaften eines Altersvorsorgeprodukts insbesondere dabei helfen, Kunden zu überzeugen (23.10.2026).
Ermittelt wurde auch die Weiterempfehlungsbereitschaft der Vermittler für die einzelnen Anbieter. Hierzu wurde der in der Marktforschung häufig angewandte Net-Promoter-Score herangezogen.
Fondspolicen mit Garantien: Nürnberger vor der WWK
Im Segment „Fondspolicen mit Garantien“ setzte sich in Sachen Weiterempfehlungsbereitschaft die Nürnberger Lebensversicherung AG (NPS: 88,9) knapp gegen die WWK Lebensversicherung a.G. (86,7) durch.
Beide kamen gänzlich ohne Kritiker aus, so dass der Fürsprecheranteil dem NPS-Wert entspricht. Die Nürnberger schnitt damit neun Plätze besser ab als beim Geschäftsanteil, die WWK drei Positionen besser.
Die Lebensversicherer auf den weiteren Plätzen
Den Bronzerang, wie schon beim Geschäftsanteil, belegt die Canada Life Assurance Europe plc, Niederlassung für Deutschland. Aus dem höchsten Promotorenanteil von fast 93 Prozent und einem Detraktorenanteil von sieben Prozent errechnet sich ein NPS von 85,8.
An dritter bis sechster Stelle folgen mit NPS-Werten von jeweils über 60 die Neugeschäfts-Achte Swiss Life Lebensversicherung SE, die Allianz und die beim Geschäftsanteil sechstplatzierte Lebensversicherung von 1871 a.G. München (LV 1871).
Die Promotorenanteile liegen zwischen knapp zwei Dritteln (Swiss Life) und vier Fünfteln (LV 1871). Während sich bei Letzterer etwa jeder fünfte Befragte als Kritiker „outete“, kam die Swiss Life wie die beiden an der Spitze liegenden Wettbewerber ohne Detraktoren aus.
Die vorgenannten Ergebnisse sollten nicht überinterpretiert werden, da sie auf vergleichsweise wenigen Bewertungsstimmen beruhen. Bei der Allianz waren es nur 16, bei der Nürnberger sogar lediglich neun.
Ohne Garantien: Nürnberger und Helvetia gemeinsam in Front
Im Produktsegment fondsgebundene Rentenversicherungen ohne Garantien kamen sogar die ersten Akteure gänzlich ohne Kritiker aus, so dass der NPS dem Fürsprecheranteil entspricht. Auch hier ist bei der Interpretation Vorsicht geboten, da die Zahl der Bewertungsstimmen im schlechtesten Fall zwölf und bestenfalls 20 betrug.
Gemeinsam an erster Stelle liegen die Helvetia Versicherungen und die Nürnberger mit NPS-Werten von 100,0. Die Positionen drei bis sechs belegen mit NPS-Werten zwischen 85 und 75 die Volkswohl Bund Lebensversicherung a.G., die Alte Leipziger Lebensversicherung a.G., die Swiss Life und die Mylife Lebensversicherung AG.
Ein Blick auf die Dienstleistungsqualität
Die Allianz als Akteur mit den größten Geschäftsanteilen landet in Sachen Weiterempfehlung lediglich an drittletzter Stelle. Konkrete Gründe für die stark voneinander abweichenden Bewertungen sind der Untersuchung nicht zu entnehmen. Allerdings zeigt ein Blick in die Bewertung der in der Studie ebenfalls untersuchten Dienstleistungsqualität der Lebensversicherer einen Erklärungsansatz.
So sind die Vermittler mit der Allianz auch deutlich weniger zufrieden als mit den meisten anderen Testkandidaten. Sie bekam mit 87 von 100 möglichen Punkten sieben Zähler weniger als die führende Gesellschaft. In sechs der 13 abgefragten Zufriedenheitskriterien gehört das Unternehmen zu den drei am schlechtesten bewerteten Testkandidaten.
Dazu gehören auch die beiden für die Vermittlerzufriedenheit wichtigsten Aspekte „Produktqualität“ und „Preis-Leistungs-Verhältnis“. Und das mit bis zu zehn Zählern Rückstand auf die Spitze. Dafür liegt sie bei der finanziellen Stabilität, dem drittwichtigsten Kriterium, unangefochten in Führung. Ansonsten konnte die Allianz nur noch beim Image punkten, wo sie auf dem geteilten Spitzenplatz landete.
Die 317-seitige „Marktstudie private Vorsorge 2026“ enthält neben detaillierten Ranglisten zu den Geschäftsanteilen und zur Vermittlerzufriedenheit auch eine Analyse der Top-Anbieter. Der Berichtsband kann für 2.950 Euro inklusive Mehrwertsteuer bei Sebastian Sommerer per E-Mail oder per Telefon unter 0921 7575834 bestellt werden.






