21.9.2026 – Die Ausschließlichkeit hat im vergangenen Jahr ihre Führungsposition unter den Vertriebskanälen in der Lebensversicherung verteidigt und den Abstand auf die Konkurrenz wieder vergrößert. Zusammengerechnet liegen die deutlich verbesserten Makler (Platz zwei) und Mehrfachvertreter (Platz vier) wieder fast drei Prozentpunkte hinter den Einfirmenvertretern. Die drittplatzierten Banken legten zu, wie die Vertriebswegestatistik des GDV für das Geschäftsjahr 2025 zeigt.
Auch im vergangenen Jahr haben sich die Neugeschäftsanteile der einzelnen Vertriebswege in der Lebensversicherung wieder verschoben. Dies geht aus der aktuellen Vertriebswegestatistik des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V. (GDV) hervor. Diese hat der Verband im Rahmen der Veröffentlichung der „Statistiken zur deutschen Versicherungswirtschaft 2026“ nun ins Netz gestellt.
Ausschließlichkeit bleibt in Führung
Nichts geändert hat sich an der Tatsache, dass über die Ausschließlichkeit das meiste Neugeschäft in die Bücher der Versicherungsunternehmen kommt. Der Anteil der Einfirmen- beziehungsweise Konzernvermittler (nach vermittelter Beitragssumme) nahm leicht auf wieder über 38 Prozent zu.
Davon entfiel der erneut leicht gestiegene Löwenanteil von unverändert weit mehr als vier Fünfteln auf hauptberufliche Vermittler (insgesamt 33,5 Prozent). Nur ein knappes Achtel kam über den angestellten Außendienst zu den Lebensversicherern (insgesamt 4,6 Prozent), der Rest über nebenberufliche Vertriebskräfte (insgesamt 0,2 Prozent).
Makler büßen ein
Klar nach unten zeigt die Kurve hingegen bei den Mehrfirmenvermittlern. Dabei verloren die Makler von 29,8 auf 28,7 Prozent. Bei den Mehrfachvertretern ging es von 7,7 auf 7,2 Prozent nach unten.
Die Kreditinstitute bauten ihren Anteil aus (20,4 nach 19,4 Prozent im Jahr zuvor). Der Direktvertrieb (inklusive Vergleichsportale, die streng genommen meist eigentlich als Makler am Markt auftreten) bestätigte die 2,4 Prozent aus dem Vorjahr. In der Kategorie „Sonstige Vertriebe“ ging es leicht auf 3,3 Prozent aufwärts.
Auf Zehnjahressicht ging es für Makler nach oben
Auf Zehnjahressicht gehören vor allem die Exklusivvermittler zu den Verlierern (minus 2,4 Prozentpunkte). Nur vor Jahresfrist war der Anteil im Beobachtungszeitraum noch niedriger (VersicherungsJournal 17.9.2025).
Für die Makler setzte sich der Höhenflug nicht fort, nachdem der Anteil zuvor dreimal angestiegen war. Sie schnitten aber trotz der aktuellen Verluste immer noch fast zwei Prozentpunkte besser ab als 2016. Der Höchstwert wurde ein Jahr zuvor mit fast 30 Prozent erzielt. Die Banken schafften 2025 ihr zweitbestes Ergebnis im Betrachtungszeitraum. Den Höchstwert erzielten sie vier Jahre zuvor (25.7.2022), den Tiefpunkt 2017 mit 18,3 Prozent.
Nachdem die Kurve bei den Mehrfachvertretern zu Beginn des Beobachtungszeitraums nach unten gezeigt hatte, steigerten jene sich danach vier Mal in Folge auf den Höchstwert von acht Prozent (26.9.2024). Zuletzt zeigte die Kurve aber wieder zweimal nach unten – mit steigender Verminderungsdynamik.
Der Direktvertrieb konnte seinen Anteil zwischen 2016 und 2020 um über die Hälfte ausbauen, allerdings von sehr niedrigem Niveau aus kommend. Nach vier Rückgängen in Folge konnte der Abwärtstrend zuletzt zwar gestoppt werden. Der Vertriebskanal liegt allerdings aktuell nur hauchdünn über dem Wert aus 2016. Die „Sonstigen Vertriebe“ kamen auf Anteile zwischen 3,0 Prozent (2023) und 4,6 Prozent (2017).






