14.7.2026 – Die VHV erzielt im Versicherungsmaklermarkt weiterhin die größten Geschäftsanteile, wenn es um die Vermittlung von Gewerbesach-Policen geht. Dahinter folgen R+V, Allianz und Helvetia, wie die Asscompact-„Marktstudie Gewerbliches Schaden-/Unfallgeschäft 2026“ zeigt.
Auch in diesem Jahr hat die BBG Betriebsberatungs GmbH wieder die Bedeutung der Produktgeber in der gewerblichen Kompositversicherung im Maklermarkt untersucht. Grundlage der Asscompact-„Marktstudie Gewerbliches Schaden-/Unfallgeschäft 2026“ ist eine im Mai unter Versicherungsmaklern durchgeführte Onlineumfrage.
Die Größe der Nettostichprobe wird mit 193 Teilnehmern angegeben. Knapp 90 Prozent der Befragten sind männlich, gut zehn Prozent weiblich. Die Interviewten haben durchschnittlich 31,8 Jahre Branchenerfahrung bei einem Durchschnittsalter von 58,3 Jahren. Sie wollen im Schnitt mit 67,5 Jahren aus dem Berufsleben ausscheiden. Annähernd 40 Prozent wollen mindestens bis zum 70. Geburtstag weiterarbeiten.
Hintergründe zur Methodik
Im Rahmen der Befragung wurden die Vermittler unter anderem „gebeten, zu ihren präferierten Anbietern jeweils ihre Geschäftsanteile (nach Stück) in Prozent anzugeben. Die Prozentwerte werden als Punktwerte interpretiert, so dass jeder Vermittler maximal 100 Punkte auf alle Anbieter verteilen kann“, wird zur Methodik erläutert.
Abschließend wird den Angaben zufolge ein Index gebildet, bei dem der Anbieter mit dem höchsten Wert 100 Punkte erhält und die weiteren Anbieter anhand ihrer Abstände prozentual abgestuft werden.
Dieses Verfahren wurde sowohl auf das Segment Betriebs-/Berufshaftpflicht (VersicherungsJournal 7.7.2026) als auch auf das Geschäftsfeld Gewerbesach angewendet. In letztere Kategorie fallen beispielsweise Gebäude-, Inhalts- und Betriebsunterbrechungsversicherungen.
VHV erneut an der Spitze
In Gewerbesach verteidigte die VHV Allgemeine Versicherung AG ein weiteres Mal (6.8.2025, 2.8.2024, 4.8.2023) den Spitzenplatz. Allerdings schmolz der Vorsprung auf den ärgsten Verfolger von fast 40 auf nur noch sechs Zähler zusammen. Dies ist aktuell die R+V Allgemeine Versicherung AG, die sich um eine Position nach oben schob.
Von sechs auf den Bronzerang kletterte die Allianz Versicherungs-AG. Sie konnte ihren relativen Geschäftsanteil auf 85 Punkte in etwa verdoppeln. Den vierten Platz belegen die Helvetia Versicherungen. Im Vorjahr hatte die Baloise Sachversicherung AG Deutschland den neunten und die Helvetia Schweizerische Versicherungsgesellschaft AG, Direktion für Deutschland den siebten Platz belegt.
Im Zuge der Fusion der beiden aus der Schweiz stammenden Unternehmen zur Helvetia Baloise Holding AG (2.12.2025) hatte die Versicherungsgruppe ihren Markenauftritt erneuert und angekündigt, noch im laufenden Jahr die Marke „Baloise“ nicht mehr als eigenständige Wortmarke zu nutzen und nur noch unter dem Markennamen „Helvetia“ am Markt aufzutreten (6.2.2026).
Die Schaden-/Unfallversicherer auf den weiteren Plätze
An fünfter Stelle findet sich die Vorjahreszweite Axa Versicherung AG mit einem leicht gesunkenen relativen Anteil wieder.
Dahinter folgen die Alte Leipziger Versicherung AG (von vier auf sechs), die Concordia Versicherungsgesellschaft a.G. (von 16 auf sieben), die Württembergische Versicherung AG (weiter an achter Stelle), die HDI Versicherung AG (von zwölf auf neun) und die Gothaer Allgemeine Versicherung AG (erneut auf Platz zehn). Die fünf vorgenannten Akteure kamen auf 38 bis 26 Zähler.
Konkrete Gründe für die teils riesigen Veränderungen sind der Untersuchung nicht zu entnehmen. Die 274-seitige „Marktstudie Gewerbliches Schaden-/Unfallgeschäft 2026“ enthält neben detaillierten Ranglisten zu den Geschäftsanteilen und zur Vermittlerzufriedenheit auch eine Analyse der Top-Anbieter.
Der Berichtsband kann für 2.950 Euro inklusive Mehrwertsteuer bei Sebastian Sommerer per E-Mail oder per Telefon unter 0921 7575834 bestellt werden.





