28.9.2026 – Die Einfirmenvertreter fielen im vergangenen Jahr in der Rangliste der Vertriebskanäle im Absicherungsfeld Sach/Haftpflicht/Unfall erstmals hinter die Makler zurück. Der Höhenflug des Direktvertriebs setzte sich nicht fort, wie die aktuelle Vertriebswegestatistik des GDV zeigt.
Wie in der Lebensversicherung (VersicherungsJournal 21.9.2026) und der privaten Krankenversicherung (PKV) (22.9.2026) haben sich auch im Kompositsegment im vergangenen Jahr die Neugeschäftsanteile der einzelnen Vertriebswege weiter verschoben.
Dies geht aus der aktuellen Vertriebswegestatistik des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V. (GDV) hervor. Diese hat der Verband im September im Rahmen der Veröffentlichung der „Statistiken zur deutschen Versicherungswirtschaft 2026“ ins Netz gestellt.
SUH: Einfirmenvermittler nicht mehr an erster Stelle
Erneut (24.9.2025, 25.7.2022) veröffentlichte der GDV keine Zahlen für das gesamte Segment. Vielmehr nehmen die Verbandsstatistiker eine Aufteilung in verschiedene Geschäftsfelder vor, darunter unter anderem die zusammengefassten Absicherungsbereiche Sach, Unfall und Haftpflicht (SUH). Grundlage ist der vermittelte Jahresbeitrag.
Nach vielen Jahren in Führung verlor die Ausschließlichkeit im vergangenen Jahr ihre Spitzenposition an die Versicherungsmakler. Diese münzten einen Rückstand von 0,5 Prozentpunkten in einen hauchdünnen Vorsprung um und liegen nun mit 41,0 Prozent 0,1 Prozentpunkte in Front.
Weitere Vertriebswege mit untergeordneter Bedeutung
Nur eine untergeordnete Bedeutung haben die Banken mit deutlich unter sechs Prozent, der Direktvertrieb und die Mehrfachvertreter mit weit unter fünf Prozent sowie die Kategorie „Sonstige Vertriebe“ mit unter vier Prozent.
Bei den Einfirmenvermittlern entfiel der größte Anteil von über neun Zehnteln auf hauptberufliche Vermittler. Ein Vierzehntel kam über den angestellten Außendienst in die Bücher der Versicherer, während nebenberufliche Vertriebskräfte so gut wie keine Rolle spielten.
Größter Anteil bei hauptberuflichen Vermittlern
Auf Siebenjahressicht gehören vor allem die Einfirmenvermittler zu den großen Verlierern. Sie hatten 2019 noch über elf Prozentpunkte Vorsprung vor den Maklern und büßten fast kontinuierlich ein – insgesamt mehr als fünf Prozentpunkte. Auch der Anteil der Kreditinstitute schrumpfte kräftig, und zwar um über ein Viertel. Zuletzt wurde der niedrigste Wert im Betrachtungszeitraum genannt.
Die Makler hingegen konnten im Vergleich zu 2019 um sechs Prozentpunkte zulegen. Lediglich zweimal im Beobachtungszeitraum wuchsen sie nicht, hatten dabei allerdings jeweils nur minimale Rückgänge zu verzeichnen. Auf den höchsten Wert im Betrachtungszeitraum kamen 2025 auch die Mehrfachvermittler, bei denen sich der Anteil in einer Wellenbewegung veränderte.
Der Direktvertrieb gehört langfristig ebenfalls zu den Gewinnern. Allerdings zeigte die Kurve zuletzt wieder nach unten, nachdem der Vertriebskanal seinen Anteil von 2019 auf 2024 so gut wie verdoppelt hatte.






