23.9.2026 – Mehr als sieben von zehn ungebundenen Vermittlern bewerten die Schadenregulierung der Versicherer in der Privathaftpflicht auf einer Schulnotenskala mindestens mit „gut“. Immerhin annähernd drei Viertel zeigten sich mit den Reaktionszeiten der Anbieter „(sehr) zufrieden“, so die Asscompact-„Marktstudie Privates Schaden-/Unfallgeschäft 2026“. Besonders gute Erfahrungen haben Versicherungsmakler dabei vor allem mit der Helvetia, aber auch mit den Akteuren die Haftpflichtkasse und K&M gemacht.
In der Erreichbarkeit der Ansprechpartner und im telefonischen Service sehen Versicherungsmakler ganz allgemein die größten Mängel der Kompositversicherer in der Schadenregulierung (VersicherungsJournal 25.8.2026). Dies ist ein Ergebnis der Asscompact-„Marktstudie Privates Schaden-/Unfallgeschäft 2026“.
Grundlage der Untersuchung ist eine im Juni unter Maklern durchgeführte Onlineumfrage. Die Größe der Nettostichprobe wird mit 254 Personen angegeben. Rund 87 Prozent der Befragten sind männlich, etwa 13 Prozent weiblich. Sie haben 31,0 Jahre Berufserfahrung bei einem Durchschnittsalter von 58,5 Jahren und wollen im Schnitt mit 67,8 Jahren aus dem Berufsleben ausscheiden.
Zufriedenheit abhängig von Länge der Reaktionszeit
Ein Ergebnis der Befragung: Die überwältigende Mehrheit der Teilnehmer hat in den vergangenen zwölf Monaten Privathaftpflicht-Schadenfälle persönlich betreut. Während nur gut jeder Achte im Betrachtungszeitraum nach eigenen Angaben gar keinen Schadenfall persönlich betreut hat, waren es bei 43 Prozent bis zu zehn, bei mehr als jedem Fünften bis zu 30 und bei jedem Achten mindestens 50 Fälle.
Eine Reaktion des Versicherers erfolgte in mehr als jedem sechsten Fall innerhalb von 24 Stunden, womit jeder Betroffene „(sehr) zufrieden“ war. Mit einer Reaktionszeit von ein bis drei Tagen – dies traf auf fast zwei Drittel der Schadenfälle zu – zeigten sich ebenfalls alle zufrieden.
Weniger als 60 Prozent bewerteten insgesamt mit „(sehr) gut“
Mit steigender Reaktionszeit nimmt die Zufriedenheit immer weiter ab. Reagierte der Versicherer innerhalb von vier bis sieben Tagen, so fand dies nur noch bei jedem zweiten Vermittler Beifall. Bei über einer Woche traf dies sogar nur noch auf jeden sechsten Befragten zu. Letzteres war bei rund jedem 13. Schaden der Fall.
Insgesamt waren fast vier Fünftel der Interviewten mit der Reaktionszeit zumindest „zufrieden“. Und über 85 Prozent der Vermittler bewerteten die Schadenregulierung insgesamt mit „(sehr) gut“.
In Rechtsschutz traf dies nur auf drei Viertel zu (9.9.2026) und in Kraftfahrt sogar nur auf zwei Drittel (27.8.2026). Noch schlechter fiel das Urteil lediglich in der Sparte Wohngebäude (nicht einmal 60 Prozent) (3.9.2026) aus.
Regulierung: Makler sind mit der Helvetia am zufriedensten
In der Marktstudie wurde ebenfalls untersucht, welche Anbieter in Sachen Regulierung besonders gut abschneiden. Nach Angaben der Studienautoren fließen in die Bewertung (auf einer Skala von null bis 100) neben den Reaktionszeiten unter anderem auch die Unterstützung vor Ort und Rückmeldungen über den Prozess sowie den Stand der Schadenbearbeitung ein.
Am besten kamen mit im Schnitt 95 Punkten die Helvetia Versicherungen weg. Zwei Zähler dahinter folgen gleichauf auf dem Silberrang die Haftpflichtkasse VVaG sowie die Konzept & Marketing – ihr unabhängiger Konzeptentwickler GmbH (K&M).
An vierter Stelle rangiert die Dema Deutsche Versicherungsmakler AG vor der Axa Versicherung AG. Die Positionen sechs bis acht belegen mit 89 bis 86 Zählern die VHV Allgemeine Versicherung AG, die Alte Leipziger Versicherung AG und die Grundeigentümer-Versicherung VVaG (GEV).
Der 274-seitige Berichtsband der „Marktstudie Privates Schaden-/Unfallgeschäft 2026“ kann für 2.950 Euro inklusive Mehrwertsteuer bei Sebastian Sommerer per E-Mail oder per Telefon unter 0921 7575834 bestellt werden.






