1.9.2026 – Der Dema bringen unabhängige Vermittler laut der „Marktstudie Private Schaden-/Unfallgeschäft 2026“ die höchste Weiterempfehlungsbereitschaft in der Hausratversicherung entgegen. Dahinter folgt die Haftpflichtkasse. Mehr Kritiker als Fürsprecher hat nur die Allianz.
In der Hausratversicherung vermitteln Versicherungsmakler das meiste Geschäft an die Haftpflichtkasse VVaG (VersicherungsJournal 19.8.2026). Dies zeigt die Asscompact-„Marktstudie Privates Schaden-/Unfallgeschäft 2026“.
Grundlage der Untersuchung ist eine im Juni unter Versicherungsmaklern durchgeführte Onlineumfrage. Die Größe der Nettostichprobe wird mit 254 Personen angegeben. Rund 87 Prozent der Befragten sind männlich, etwa 13 Prozent weiblich. Sie haben 31,0 Jahre Berufserfahrung bei einem Durchschnittsalter von 58,5 Jahren und wollen im Schnitt mit 67,8 Jahren aus dem Berufsleben ausscheiden.
Weiterempfehlungsbereitschaft der Vermittler
Erhoben wurde im Rahmen der Studie unter anderem auch die Weiterempfehlungsbereitschaft für die Anbieter von Hausratschutz. Hierzu wurde der in der Marktforschung häufig angewandte Net-Promoter-Score herangezogen.
Ergebnis: Der Neugeschäftsspitzenreiter, die Haftpflichtkasse, landete an zweiter Stelle. Aus dem dritthöchsten Anteil an Fürsprechern (über 60 Prozent) und dem zweitniedrigsten Anteil an Kritikern (1,6 Prozent) errechnet sich ein NPS-Wert von 60,3.
Dema an der Spitze
Besser schnitt nur die beim Geschäftsanteil an vierter Stelle rangierende Dema Deutsche Versicherungsmakler AG ab. Sie war der einzige Testkandidat in der Sparte, der gänzlich ohne Detraktoren auskam. Deshalb entspricht der Promotorenanteil von 91,1 Prozent gleichzeitig auch dem NPS.
Position drei in Sachen Weiterempfehlung belegt die Grundeigentümer-Versicherung VVaG (GEV). Sie verbesserte sich beim Geschäftsanteil vom zwölften auf den sechsten Platz. Die GEV hat relativ gesehen die zweitmeisten Fürsprecher und die viertwenigsten Kritiker (NPS: 58,8).
Nur Allianz mit negativem NPS-Wert
Knapp dahinter folgt die Neugeschäftsdritte VHV Allgemeine Versicherung AG (NPS: 57,6). Bei ihr stand dem vierthöchsten Promotorenanteil von knapp 60 Prozent der drittniedrigste Detraktorenanteil von nur 1,7 Prozent gegenüber. Für die Alte Leipziger Versicherung AG an fünfter Stelle wird ein NPS von 50 ausgewiesen (59 Prozent Fürsprecher zu neun Prozent Kritiker).
Einen negativen NPS-Wert weist nur die Allianz Versicherungs-AG aus, die beim Geschäftsanteil nur Position zehn belegt. Aus 25 Prozent Promotoren und 35 Prozent Detraktoren errechnet sich ein Wert von minus zehn.
Ein Blick auf die Dienstleistungsqualität
Konkrete Gründe für die stark voneinander abweichenden Bewertungen sind der Untersuchung nicht zu entnehmen. Allerdings zeigt ein Blick auf die Bewertung der Dienstleistungsqualität der Hausratversicherer, die in der Studie ebenfalls untersucht wurde, einen Erklärungsansatz für die NPS-Werte.
So sind die ungebundenen Vermittler mit der Allianz deutlich weniger zufrieden als mit den Spitzenreitern. Sie gehört in sechs der 13 Zufriedenheitskriterien zu den drei schlechtesten Akteuren. Darunter waren auch die fünf wichtigsten Aspekte für die Maklerzufriedenheit (Schadenregulierung, Preis-Leistungs-Verhältnis, Produktqualität, Neugeschäftsabwicklung und Courtageausgestaltung).
Die Stärken der Spitzenreiter
Die Unternehmen mit hohen Weiterempfehlungswerten dagegen landeten auch in der Zufriedenheitswertung auf den vorderen Plätzen. Am besten schnitt die Haftpflichtkasse mit 92 Zählern ab. Die Roßdorfer kamen in zehn der 13 Kriterien unter die Top-Drei-Anbieter.
Dabei sprang jeweils die (geteilte) Topplatzierung in den Kriterien Produktqualität, Neugeschäftsabwicklung, zentrale Vertriebsunterstützung, Angebotsunterlagen, Digitalisierungsgrad und Tarifflexibilität heraus.
Den Silberrang in der Zufriedenheitswertung sicherte sich die Dema mit 91 Punkten. Sie schaffte es neunmal in die Top Drei und belegt in Sachen Angebotsunterlagen, Digitalisierungsgrad und Tarifflexibilität die geteilte Spitzenposition.
Die 274-seitige „Marktstudie Privates Schaden-/Unfallgeschäft 2026“ enthält neben detaillierten Ranglisten zu den Geschäftsanteilen und zur Vermittlerzufriedenheit auch eine Analyse der Top-Anbieter. Der Berichtsband kann für 2.950 Euro inklusive Mehrwertsteuer bei Sebastian Sommerer per E-Mail oder per Telefon unter 0921 7575834 bestellt werden.





