17.8.2026 – Ungebundene Versicherungsvermittler bringen der Dema Marketing laut der Asscompact-„Marktstudie Privates Schaden-/Unfallgeschäft 2026“ die höchste Weiterempfehlungsbereitschaft in Sachen Wohngebäudeversicherung entgegen. Dahinter folgen die Concordia und die GEV.
In der Wohngebäudeversicherung vermitteln Versicherungsmakler das mit Abstand meiste Geschäft an die Domcura AG (VersicherungsJournal 11.8.2026). Dies ist ein Ergebnis der Asscompact-„Marktstudie Privates Schaden-/Unfallgeschäft 2026“ der BBG Betriebsberatungs GmbH.
Grundlage der Untersuchung ist eine im Juni unter Versicherungsmaklern durchgeführte Onlineumfrage. Die Größe der Nettostichprobe wird mit 254 Personen angegeben. 87 Prozent der Befragten sind männlich, 13 Prozent weiblich. Sie haben 31,0 Jahre Berufserfahrung bei einem Durchschnittsalter von 58,5 Jahren und wollen im Schnitt mit 67,8 Jahren aus dem Berufsleben ausscheiden.
Weiterempfehlungsbereitschaft der Vermittler
Erhoben wurde im Rahmen der Studie unter anderem auch die Weiterempfehlungsbereitschaft für die Anbieter von Wohngebäudeschutz. Hierzu wurde der in der Marktforschung häufig angewandte Net-Promoter-Score herangezogen.
Ergebnis: Die Domcura landete nur an drittletzter Stelle. Aus dem viertniedrigsten Anteil an Fürsprechern von nur knapp über der Hälfte, dafür aber dem zweithöchsten Anteil an Kritikern (ein Fünftel), errechnet sich ein NPS-Wert von 30,8.
Dema vor Concordia an der Spitze
Spitzenreiter ist mit einem fast dreimal so hohen Wert (90,9) die Dema Deutsche Versicherungsmakler AG. Sie landete beim Geschäftsanteil an dritter Stelle. Die Gesellschaft war einer von drei Testkandidaten, die gänzlich ohne Detraktoren auskamen. Folglich entspricht der – mit Abstand höchste – Promotorenanteil auch dem NPS.
Ebenfalls keine Kritiker haben die Concordia Versicherungsgesellschaft a.G. auf dem Silber- und die Grundeigentümer-Versicherung VVaG (GEV) auf dem Bronzerang. Die Hannoveraner kamen auf den zweithöchsten Fürsprecheranteil (fast drei Viertel), die GEV auf den dritthöchsten (knapp zwei Drittel).
Die Anbeiter auf den weiteren Plätzen
Dahinter folgen mit NPS-Werten zwischen 61 und 50 die Konzept & Marketing – ihr unabhängiger Konzeptentwickler GmbH (K&M), die VHV Allgemeine Versicherung AG und die Helvetia Versicherungen. Die Promotorenanteile lagen zwischen 66,7 (Helvetia) und 62,5 Prozent (VHV), die Detraktorenanteile zwischen 2,8 (K&M) und 16,7 Prozent (Helvetia).
Nur die VHV schnitt in Sachen Weiterempfehlung schlechter ab als beim Geschäftsanteil, und das um drei Positionen. Fünf Plätze höher sortiert sich beim NPS die Concordia ein, vier Ränge besser die Helvetia, zwei Stellen besser K&M und eine Position besser die GEV.
Bei einem der Testkandidaten überwiegen die Fürsprecher die Kritiker nur knapp. Dies ist die R+V Allgemeine Versicherung AG, die sich beim Neugeschäft an elfter Stelle einsortiert. Bei den Wiesbadenern beträgt das Verhältnis ein Drittel Promotoren zu einem Sechstel Detraktoren, woraus sich ein NPS von 16,6 ergibt.
Ein Blick auf die Dienstleistungsqualität
Konkrete Gründe für die stark voneinander abweichenden Bewertungen sind der Untersuchung nicht zu entnehmen. Allerdings zeigt ein Blick in die Bewertung der Dienstleistungsqualität der Wohngebäudeversicherer, die in der Studie ebenfalls untersucht wurde, einen Erklärungsansatz für die Differenzen bei den NPS-Werten.
So sind die ungebundenen Vermittler etwa mit der R+V insgesamt deutlich weniger zufrieden als mit den Spitzenreitern. Bei der Gesamtzufriedenheit bedeuten 84 Punkte einen Rückstand von sieben Zählern auf den Zufriedenheitsspitzenreiter. Maximal sind 100 Punkte möglich.
Überzeugen konnten die Wiesbadener in keinem der 13 abgefragten Zufriedenheitskriterien. Lediglich in Sachen Image (in Punkt Rückstand auf die Top Drei) und Neugeschäftsabwicklung (zwei Zähler Rückstand) gehört der Akteur zur erweiterten Spitzengruppe.
Im Bereich Schadenregulierung gehören sie mit Platz fünf und nur drei Zählern Rückstand auf die Top Drei zur erweiterten Spitzengruppe. In den übrigen Bewertungsaspekten ist die führende Gesellschaft bis zu 20 Punkte entfernt (Digitalisierungsgrad). In letztgenanntem Kriterium schnitt kein Wettbewerber schlechter ab als die R+V. Dies trifft auch auf den Prüfpunkt Angebotsrechner zu.
Die Stärken der Spitzenreiter
Die Gesellschaften mit hohen Weiterempfehlungswerten dagegen landeten meist auch in der Zufriedenheitswertung auf den vorderen Plätzen. Die Dema beispielsweise erzielte mit 91 Punkten die beste Bewertung.
Sie gehört in zwölf der 13 abgefragten Zufriedenheitskriterien zu den Top-Drei-Gesellschaften. Bei der Produktqualität verfehlte sie diese nur um einen Punkt. In Sachen Preis-Leistungs-Verhältnis, Courtageausgestaltung, Bestandskundenservice, (de)zentrale Vertriebsunterstützung, Angebotsrechner und Tarifflexibilität schaffte es der Assekuradeur auf den zumindest geteilten Spitzenplatz.
Die 274-seitige „Marktstudie Privates Schaden-/Unfallgeschäft 2026“ enthält neben detaillierten Ranglisten zu den Geschäftsanteilen und zur Vermittlerzufriedenheit auch eine Analyse der Top-Anbieter. Der Berichtsband kann für 2.950 Euro inklusive Mehrwertsteuer bei Sebastian Sommerer per E-Mail oder per Telefon unter 0921 7575834 bestellt werden.





